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In Teil 2 unseres AdWords Leitfadens widmen wir uns weiteren Anfängerfehlern, die einem rund um Anzeigenerweiterungen, Kampagneneinstellungen und Conversion-Tracking passieren können und geben Ihnen wertvolle Tipps zur Effizienzoptimierung. Abgerundet wird dieser Beitrag mit einem kleinen Guide zur laufenden Kampagnen-Optimierung und Erläuterungen zur Verbesserung des Qualitätsfaktors. Unser Appell an Sie: Lesen, umsetzen und AdWords-Kosten senken!

AdWords Tutorial für Einsteiger: 10 Fehler, die es zu vermeiden gilt [Teil 2]

Lesezeit: 14 Minuten, die sich lohnen

In Teil 2 unseres AdWords Leitfadens widmen wir uns weiteren Anfängerfehlern und geben wertvolle Tipps zur Kampagnen-Optimierung, um bares Geld zu sparen. In diesem Zusammenhang gehen wir ausführlich auf Anzeigenerweiterungen, Kampagneneinstellungen und das Conversion-Tracking ein. Abgerundet wird dieser Beitrag mit einem kleinen Guide zur laufenden Kampagnen-Optimierung und Erläuterungen zur Verbesserung des Qualitätsfaktors. Unser Appell an Sie: Lesen, umsetzen und AdWords-Kosten senken!

Teil 1 dieses Beitrags finden Sie hier.

Fehler Nr. 6: Die Macht der Anzeigenerweiterungen unterschätzen

Anzeigenerweiterungen sind eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Anzeigentexte. Richtig eingesetzt können sie die Sichtbarkeit und Klickrate Ihrer Anzeigen deutlich erhöhen. Während eine normale Anzeige mit Titel, URL und Text auf Desktop-Geräten 3 Zeilen in Anspruch nimmt, können es mit sinnvollen Anzeigenerweiterungen locker 6 Zeilen sein. Es liegt auf der Hand, dass Ihre Anzeige dann deutlich mehr Klicks bekommen dürfte.

Eine AdWords Anzeige ohne Anzeigenerweiterungen hat keine hohe Sichtbarkeit.

Mit der Nutzung von Anzeigenerweiterungen erhöhen Sie die Sichtbarkeit Ihrer AdWords Anzeigen deutlich.

Die Macht der Anzeigenerweiterungen zu unterschätzen und diese nicht zu nutzen ist daher der nächste Anfängerfehler, den wir Ihnen in unserem Tutorial vorstellen möchten.

Im Allgemeinen gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um Ihre Anzeigentexte um zusätzliche Informationen zu erweitern. Die wichtigsten davon möchten wir Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen.

Erweiterungen mit Zusatzinformationen

Zusatzinformationen bieten Ihnen die Möglichkeit, kurz und prägnant wichtige Vorteile Ihres Unternehmens oder Ihrer Produkte und Dienstleistungen hervorzuheben (USP!). Häufig findet man hier Informationen wie „kostenloser Verstand“, „TÜV-zertifiziert“ o.ä. Eine Anzeige kann um 2-6 Zusatzinformationen à max. 25 Zeichen erweitert werden. Die Entscheidung, ob und wie viele Zusatzinformationen ausgespielt werden und wie diese miteinander kombiniert werden, bleibt dabei Google überlassen. Die Länge der Zusatzinformationen spielt hierbei ebenfalls eine wichtige Rolle – fassen Sie sich also kurz. Sie können die Zusatzinformationen auf Konto- bzw. Kampagnenebene (USP Ihres Unternehmens) oder auf Anzeigengruppenebene (USP Ihrer Produkte / Dienstleistungen) hinterlegen.

Snippet-Erweiterungen

Snippet-Erweiterungen ermöglichen es Ihnen, Aspekte Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu einem bestimmten Thema hervorzuheben. Sie bestehen aus einer Überschrift (z.B. „Ausstattung“, „Modelle“, „Dienstleistungen“) und dazugehörigen Werten. Die auswählbaren Überschriften sind von Google leider fest vorgegeben. Als Digitalagentur können wir zum Beispiel mit den Dienstleistungen „SEO“, „SEA“ und „Web Analytics“ werben. Als Hotel könnten Sie die Ausstattungsmerkmale Ihrer Zimmer hervorheben. Auch hier ermittelt der Google-Algorithmus, welche Werte und wie viele am besten ausgeliefert werden sollten. Fallen Ihnen zu einer entsprechenden Überschrift gute (jeweils max. 25 Zeichen lange) Bulletpoints ein, um bestimmte Aspekte Ihrer Waren- oder Dienstleistungspalette hervorzuheben, sollten Sie auf jeden Fall von Snippet-Erweiterungen Gebrauch machen. Eine Übersicht über die möglichen Titel der Snippets finden Sie hier.

Sitelink-Erweiterungen

Mit Sitelink-Erweiterungen können Sie zusätzliche Links unterhalb Ihrer Anzeige platzieren, um auf bestimmte Seiten zu verweisen, die in Zusammenhang mit der Anzeigengruppe stehen können, aber nicht müssen. Wenn Sie sich mit Ihrer Anzeigengruppe und Ihren Anzeigen beispielsweise auf eine bestimmte Kategorie Ihrer Angebotspalette fokussieren, weil diese mehr Suchvolumen verspricht, können Sie mit den Sitelinks direkt auf die Topseller in dieser Kategorie verlinken. Die Anzahl der Sitelinks pro ausgelieferter Anzeige sowie die Anzahl der Zeilen hängen von der jeweiligen Länge, vom Gerät sowie von den Messdaten des Google-Algorithmus ab. Der Linktext kann bis zu 25 Zeichen umfassen. Auch die Ausspielung der jeweils bis zu 2 x 35 Zeichen langen Beschreibungen der Sitelinks hängt von verschiedenen Faktoren ab. Google nimmt im Allgemeinen bei der Auslieferungsweise der Anzeigenerweiterungen regelmäßig Änderungen vor. Sinnvoll eingesetzt, handelt es sich um eine weitere schöne Möglichkeit, um Ihren Anzeigen mehr Prominenz und somit mehr Klicks zu verschaffen.

Weitere Anzeigenerweiterungen

Neben diesen Möglichkeiten lassen sich noch Anruferweiterungen und Standorterweiterungen als häufig genutzte Anzeigenerweiterungen hervorheben. Diese ermöglichen Ihnen die Anzeige Ihrer Rufnummer mit entsprechendem Link für einen direkten Anruf via Smartphone oder die Anzeige Ihrer Adresse mit Verlinkung auf Google Maps. Sie sollten sich überlegen, ob die Verwendung dieser in Ihrer individuellen Konstellation Sinn macht. Denken Sie daran: Einfach mal ausprobieren und für 1-2 Wochen laufen lassen kann nie schaden!

Automatische Erweiterungen

Google erstellt in manchen Fällen automatisch generierte Anzeigenerweiterungen (z.B. dynamische Sitelink-Erweiterungen), wenn dies nach Prognose des Google-Algorithmus den Kampagnenzielen weiterhelfen können. Sie sollten diese auf jeden Fall regelmäßig unter Anzeigen und Erweiterungen => Automatische Erweiterungen prüfen. Sie können sie auch deaktivieren, indem Sie auf die drei Punkte oben rechts („Weitere Optionen“) und dann auf „Erweiterte Optionen“ klicken.

AdWords Anfängerfehler vermeiden. Tipp Nr. 6: Anzeigenerweiterungen erhöhen die Sichtbarkeit und Klickrate Ihrer Anzeigen deutlich. Jetzt weitersagen

 

Fehler Nr. 7: Kampagneneinstellungen vernachlässigen

Bei der erstmaligen Erstellung einer Kampagne überspringen viele Nutzer von Google AdWords zunächst einmal viele Einstellungsmöglichkeiten, da schlichtweg das Wissen zur Nutzung dieser noch fehlt. Im späteren Verlauf wird dann oft vergessen, diese noch anzupassen. Dabei können bestimmte Einstellungen auf Kampagnenebene zu deutlich mehr Effizienz beitragen. Die Kampagneneinstellungen zu vernachlässigen ist eine weitere Stolperfalle, die es zu vermeiden gilt. Aber was sind die wichtigsten Einstellungen, an die es zu denken gilt?

Ausrichtung auf Standorte

Zunächst sollte die geografische Ausrichtung Ihrer Kampagne angesprochen werden. Mit dieser können Sie Ihre Anzeigen auf bestimmte Standorte ausrichten oder wiederum Standorte ausschließen. Ein in der Gastronomie angesiedeltes Unternehmen wird auf keinen Fall für einen Klick in 300km Entfernung bezahlen wollen. Ebenso ist es möglich, dass die Lieferkosten in bestimmte Regionen für Sie unwirtschaftlich sind und Sie diese nicht auf Ihre Kunden abwälzen möchten. Hier empfiehlt es sich, bestimmte Regionen über die Standortverwaltung Ihrer Kampagne auszuschließen. Sie können Ihre Anzeigen auch nur innerhalb eines bestimmten Umkreises ausliefern lassen. Es gibt fast immer Anwendungsfälle, in denen es sinnvoll ist, sich über die Standorteinstellungen Gedanken zu machen.

Werbezeitplaner

Des Weiteren sollten Sie sich über die Tage und Uhrzeiten der Auslieferung Ihrer Anzeigen Gedanken machen und dazu den Werbezeitplaner nutzen. Ihre auf Kontaktanfragen ausgerichtete Kampagne mit Anruferweiterung sollten Sie beispielsweise nur innerhalb Ihrer Geschäftszeiten ausliefern lassen. Ein weiteres (amüsantes) Beispiel lässt sich in der Beschreibung von Google finden:

„Nehmen wir an, Sie betreiben einen Onlineshop für Brautmode. Die Leistungsstatistik nach ‚Stunde und Wochentag‘ auf der Seite Werbezeitplaner zeigt, dass Ihre Anzeigen die besten Ergebnisse samstags zwischen 9 und 14 Uhr erzielen, wenn im Fernsehen die Reihe Vier Hochzeiten und eine Traumreise läuft. Sie können den Werbezeitplaner so anpassen, dass Ihre Anzeigen samstags nur während dieser Zeit ausgeliefert werden.“

Ausrichtung auf Geräte

Schließlich sollten Sie sich noch über die Ausrichtung auf die jeweiligen Geräte Gedanken machen. Wichtige Informationen zu solchen Überlegungen liefern Ihnen der entsprechende Bericht in Google AdWords mit Daten zu Klicks, Impressionen, Klickrate, Klickpreis und Conversions sowie Ihre Google Analytics Zahlen. Vielleicht stellen Sie dort fest, dass Sie die meisten Conversions quellen- bzw. medienübergreifend auf Desktop-PCs erzielen. Dann können Sie mittels der Kampagneneinstellungen zu den Geräten eine entsprechende Gebotsanpassung von beispielsweise -100% einrichten. Solche Informationen können aber natürlich auch ein Anreiz sein, an der Nutzerfreundlichkeit der mobilen Version Ihrer Website zu arbeiten. Berücksichtigen Sie auch, dass viele Nutzer sich über mobile Geräte zunächst informieren und anschließend mit dem Desktop-PC eine Bestellung auslösen.

Gebotsanpassungen je nach Gerät können die Effizienz der AdWords Kampagne deutlich erhöhen.Erkennen Sie Unterschiede in den Kennzahlen der verschiedenen Gerätetypen, empfiehlt es sich, Gebotsanpassungen zu nutzen.

 

AdWords Anfängerfehler vermeiden. Tipp Nr. 7: Mit den richtigen Kampagneneinstellungen und Tools wie Standortausrichtung, Werbezeitplaner und Gebotsanpassungen zu Geräten lässt sich die Effizienz weiter verbessern. Jetzt weitersagen

 

Fehler Nr. 8: Die Kampagne einfach laufen lassen / nicht regelmäßig testen und optimieren

Eine regelmäßige Überprüfung und Optimierung der geschalteten AdWords Kampagnen ist das A und O einer wirtschaftlichen Nutzung der Suchmaschinenwerbung. Es tun sich immer wieder Möglichkeiten auf, anhand der gesammelten Daten aus dem AdWords und Analytics Konto Stellschrauben zu finden, um die Klickrate zu erhöhen oder die Conversionrate noch um einen halben Prozentpunkt zu verbessern. Darüber hinaus gewinnt man durch einen regelmäßigen Blick in die Zahlen mehr Erfahrung und Feingefühl für die geschalteten Anzeigen und erkennt beispielsweise, ob eine Reduzierung des max. CPC-Gebotes bei Keyword X zu mehr Klicks bei gleichbleibenden Kosten führen kann.

Wer sich nicht regelmäßig mit seinen AdWords Zahlen auseinandersetzt, kann nicht dazulernen, und begeht somit unseren nächsten Kardinalfehler. Ein vollständiger Leitfaden zur Kampagnenoptimierung kann einen eigenen Beitrag füllen – daher möchten wir uns im Folgenden auf die wichtigsten Überprüfungen und Stellschrauben sowie ausgewählte Tipps beschränken.

Überprüfung der Suchbegriffe und Hinzufügen auszuschließender Keywords

In Teil 1 unseres Beitrags zu den häufigsten AdWords Anfängerfehlern sind wir bereits darauf eingegangen, wie wichtig die verschiedenen Keyword-Optionen sind. Je enger die verwendete Keyword-Optionen, desto zielgerichteter ist eine Ausrichtung auf die Suchintention des Nutzers möglich. Entsprechend seltener kommt es aber auch zur Auslieferung der Anzeige. Wenn Sie nicht mit der Option Genau passend arbeiten, ist es sehr wichtig, regelmäßig einen Blick in die Suchanfragen zu werfen und evtl. auszuschließende Keywords hinzuzufügen.

AdWords bietet die Möglichkeit, die verwendeten Suchbegriffe, welche zu einer Anzeigenschaltung geführt haben, bis auf Keyword-Ebene genau nachvollziehen zu können. Dazu wählen Sie das zu untersuchende Keyword aus und klicken anschließend in der blauen Leiste auf „Suchbegriffe“. Man sollte diese Möglichkeit regelmäßig nutzen, denn vielleicht verbirgt sich in den dort aufgeführten Informationen der Grund, warum ein bestimmtes Keyword eine schlechte CTR aufweist. Man kann die Performance der jeweiligen Suchbegriffe mittels der üblichen Metriken (Klicks, Impressionen, CTR, CPC) hier genau nachvollziehen.

Kommt es vermehrt zu teuren Anzeigenschaltungen bei Suchbegriffen, welche nicht ganz durch Ihren Anzeigentext, Ihre Landingpage oder Ihr Angebot im Allgemeinen abgedeckt sind? Schnell ausschließen. Oder vielleicht erkennen Sie, dass die Genau passende Variante Ihres Keywords im Durchschnitt die beste Performance abliefert und entscheiden sich dazu, auf diese Keyword-Option umzustellen. Sie sehen: Dieser AdWords Bericht bietet Erkenntnis-Schätze, die Sie unbedingt heben sollten.

Überprüfung der Auktionsdaten

Auch den Bericht über die Auktionsdaten können Sie bis auf Keyword-Ebene nachvollziehen und wichtige Erkenntnisse aus ihm ziehen. Denn hier erfahren Sie, wer Ihre Wettbewerber zu dem jeweiligen Keyword sind und wie Sie jeweils im Vergleich miteinander performen. Im Einzelnen finden Sie hier folgende Informationen:

  • Anteil an möglichen Impressionen: Wie oft wurde Ihre Anzeige bzw. die Ihrer Wettbewerber in Relation zu den maximal möglichen Anzeigenschaltungen (abhängig von der Menge der Suchanfragen und individuellen Einstellungen) geschaltet (in Prozent)?
  • Durchschnittliche Position der ausgelieferten Anzeige
  • Überschneidungsrate: Wie häufig wurde eine Anzeige eines Wettbewerbers zur gleichen Suchanfrage ausgeliefert, wie Ihre Anzeige (in Prozent)?
  • Rate der Position oberhalb: Wenn es zu einer Überschneidung kam, wie oft war die Anzeige des Wettbewerbers oberhalb Ihrer Anzeige zu sehen (in Prozent)?
  • Rate für obere Positionen: Wie oft wurde die Anzeige in dem Anzeigenblock über den organischen Suchergebnissen ausgeliefert (in Prozent)?
  • Anteil an möglichen Impressionen gegenüber Mitbewerber: Der Anteil an den Auktionen (Suchanfragen), bei welcher Ihre Anzeige besser positioniert war die des jeweiligen Wettbewerbers bzw. die Anzeige des Wettbewerbers gar nicht aufgeliefert wurde (in Prozent)

Spontan fallen uns direkt ein paar Tipps ein, was sich mit diesen Informationen anfangen lässt. Beispielsweise können Sie sich Wettbewerber, deren Anzeigen im Schnitt auf einer besseren Position ausgeliefert werden, einmal genauer ansehen. Achten Sie dabei insbesondere auf das Zusammenspiel zwischen dem jeweiligen Keyword, dem Anzeigentext sowie der Landingpage des Wettbewerbers. Erkennen Sie Verbesserungspotenziale für Ihren eigenen Anzeigentext oder Ihre Landingpage? Setzen Sie diese um. Ein bisschen Ideenklau kann nie schaden, bleiben Sie aber in jedem Fall Ihrer eigenen Identität treu und kopieren Sie nicht.

Suchbegriffe und Auktionsdaten sind wichtige Berichte zu Ihren AdWords Keywords.Die Suchbegriffe und Auktionsdaten zu einem einzelnen Keyword können Sie aufrufen, indem Sie dieses zunächst markieren und anschließend auf den gewünschten Bericht klicken.

 

Keyword-Optimierung: Gebotsanpassungen, Pausieren und Löschung

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Ihre Anzeigengruppe weist bereits eine gute Grund-Performance auf, die Keywords haben im Schnitt einen hohen Qualitätsfaktor und Sie bekommen viele Impressionen (Ihre Anzeige ist bei vielen Auktionen erfolgreich und wird ausgeliefert). Sie können jedoch nicht das volle Potenzial ausschöpfen, denn Ihr eingestelltes Tagesbudget schränkt die Möglichkeit weiterer Impressionen und Klicks ein. Gerade dann möchten Sie doch, dass ein eher starkes Keyword mit hohem Qualitätsfaktor, hoher Klickrate und geringem Klickpreis häufiger ausgeliefert wird als ein eher teures Keyword. Damit Sie am Ende mehr Klicks bei gleichbleibenden Kosten erzielen können.

Dann könnten Sie die weniger gut performenden Keywords zeitweise pausieren oder das CPC-Gebot manuell reduzieren. Und auch bei den bereits sehr gut performenden Keywords möchten Sie vielleicht noch das letzte Quäntchen an Effizienz herausholen, indem Sie schlecht performende Suchbegriffe zu dem Keyword ausschließen. Bei diesen Vorhaben können Ihnen die beiden Berichte „Suchbegriffe“ und „Auktionsdaten“ enorm weiterhelfen. Warum auch die Auktionsdaten? Weil Sie über diese herausfinden, ob das jeweilige Keyword bereits einen hohen Anteil an den theoretisch möglichen Impressionen aufweist.

In der Zwischenzeit können Sie sich mittels der allgemeinen Leistungsdaten der Keywords auf die Suche begeben, warum das jeweilige Keyword schlechtere Werte als die anderen aufweist. Dazu zählt auch die Überprüfung des Qualitätsfaktors. Zu diesem erhalten Sie weitere Informationen, wenn Sie bei dem jeweiligen Keyword auf der Spalte Status stehen bleiben. Vielleicht müssen Sie die Anzeigentexte und die Landingpage noch mehr auf das Keyword ausrichten (dazu mehr unter Fehler Nr. 10). Manche Keywords haben aber auch trotz guter Anzeige und Landingpage von Natur aus eine schlechtere Klickrate oder sind schlichtweg teurer und ggf. unprofitabler als andere. In solchen Fällen sollten Sie sich nicht davor scheuen, diese Keywords auch einfach aus der Anzeigengruppe zu entfernen.

Die Anzeigentexte variieren und optimieren

Eine weitere wichtige Aufgabe bei der regelmäßigen Optimierung der AdWords Kampagne liegt darin, seine Anzeigentexte regelmäßig zu variieren und zu testen. Wer regelmäßig nur mit einer Anzeige pro Anzeigengruppe arbeitet, kann nicht wissen, ob diese die bestmögliche Option ist oder es vielleicht mit leichten Abwandlungen zu noch mehr Klicks kommen kann.

Erstellen Sie daher regelmäßig ein Duplikat Ihrer bestehenden Anzeige und wandeln Sie den Text an verschiedenen Stellen leicht ab. Vielleicht verändern Sie die Handlungsaufforderung oder die Zeichensetzung oder ersetzen ein paar Wörter durch entsprechende Synonyme. Jedoch nicht alles gleichzeitig, weil Sie dann nicht mehr die ursächliche Anpassung für Verbesserungen oder Verschlechterungen identifizieren können. Die neue Anzeige lassen Sie dann ein paar Wochen gemeinsam mit Ihrer bisherigen Anzeige laufen. Entpuppt sie sich als Niete, können Sie sie pausieren. Ist die CTR besser als bei Ihrer bisherigen Anzeige, können Sie entsprechende Schlüsse für die Zukunft ziehen und später darüber nachdenken, die bisherige Anzeige zu pausieren.

Sie können auch eine gänzlich neue Variante Ihrer Anzeige neben der bisherigen Anzeige laufen lassen und Erkenntnisse aus den Zahlen ziehen. In jedem Fall sollten Sie regelmäßig 2-3 Anzeigen parallel laufen lassen und stetig an der Optimierung feilen. Arbeiten Sie dabei immer mit Duplikaten und ändern Sie nicht die bestehenden Anzeigen. So bleiben Ihnen die Daten zur bisherigen Performance erhalten.

Den Qualitätsfaktor optimieren und stets an die Wirtschaftlichkeit denken

Darüber hinaus sollten Sie sich im Hinterkopf immer wieder vor Augen führen, wie das Auktionsverfahren von AdWords funktioniert und wie Sie dieses Wissen dazu nutzen können, die Wirtschaftlichkeit Ihrer Kampagnen zu überprüfen und zu optimieren. Möchten Sie Ihr Wissen dazu noch einmal auffrischen, kann Ihnen unser Blogbeitrag zum AdWords Auktionsverfahren weiterhelfen.

Der Einsatz des Conversion-Trackings und das für den Qualitätsfaktor sehr wichtige Verhältnis zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage spielen in diesem Zusammenhang wichtige Rollen. Diese Faktoren zu vernachlässigen, wird im Folgenden jeweils als weiterer Anfängerfehler behandelt.

Der Optimierungszyklus beinhaltet das regelmäßige Testen, Messen, Analysieren und Optimieren Ihrer AdWords Kampagnen.Der Optimierungszyklus beinhaltet das regelmäßige Testen, Messen, Analysieren und Optimieren Ihrer AdWords Kampagnen.

 

AdWords Anfängerfehler vermeiden. Tipp Nr. 8: Der stetige Zyklus aus Testen, Messen, Analysieren und Optimieren sollte regelmäßig auf Anzeigen und Landingpages angewandt werden. Jetzt weitersagen

 

Fehler Nr. 9: Das Conversion-Tracking vergessen / vernachlässigen

Das Conversion-Tracking ist eine unerlässliche Funktion, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Werbekampagnen überprüfen zu können. Denn so können Sie genau nachvollziehen, welche Anzeigengruppen, welche Anzeigen und welche Keywords zu den gewünschten Conversions – also zum Beispiel zu einer Bestellung in Ihrem Online-Shop – geführt haben. Umso schwerer wiegt der nächste Anfängerfehler, den es zu vermeiden gilt: das Conversion-Tracking zu vergessen oder zu vernachlässigen.

Mit dem Conversion-Tracking werden die Nutzer, welche über Ihre Anzeigen auf Ihre Website gelangen, für einen bestimmten, einstellbaren Zeitraum mit einem Tracking-Cookie versehen. So können Sie auch die Conversions auf Ihre Werbekampagne zurückverfolgen, welche erst nach einem erneuten Besuch Ihrer Website entstanden sind. Denn bei vielen Nutzern erstreckt sich die sogenannte Customer Journey über einen längeren Zeitraum. Nicht gleich der erste Besuch über Ihre AdWords Anzeige führt zum Verkauf. Beispielsweise dann, wenn sich der Nutzer Ihre Website zunächst als Lesezeichen abspeichert und erst nach einigen Tagen die Bestellung auslöst.

Bei der Einrichtung des Conversion-Trackings ist es in jedem Fall wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, welche Art von Conversion (z.B. Bestellung, Newsletteranmeldung, Anruf) Sie tracken möchten. Um sich einen tiefergehenden Überblick über das Thema Conversion-Tracking zu verschaffen, kann ich Ihnen den folgenden Artikel der Kollegin Cora Rothenbächer von Bloofusion, erschienen im GrowthUp Magazin, empfehlen: Conversion-Tracking – Der Schlüssel zum AdWords-Erfolg

Denken Sie in jedem Fall daran, die Informationen zu den Conversions auch als Spalten zu Ihren AdWords-Auswertungen hinzuzufügen.

Das Bild zeigt, wie Sie die Kennzahlen zu den Conversions innerhalb Ihrer AdWords Berichte anzeigen können.

 

AdWords Anfängerfehler vermeiden. Tipp Nr. 9: Das Conversion-Tracking ist eine unerlässliche Funktion, um die Wirtschaftlichkeit Ihrer Werbekampagnen überprüfen zu können. Jetzt weitersagen

 

Fehler Nr. 10: Den roten Faden zwischen Suchanfrage, Keyword, Anzeige und Landingpage außer Acht lassen

Die Suchanfrage des Nutzers, die Keywords, welche Sie in Ihre Anzeigengruppe aufnehmen, die dazugehörigen Anzeigen und die Zielseite Ihrer Anzeigen (Landingpage) stehen in einem unmittelbaren und sehr eng verzahnten Zusammenhang („roter Faden“). Diesen Zusammenhang nicht zu kennen bzw. nicht zu beachten führt zwangsläufig zu einem schlechten Qualitätsfaktor Ihrer Anzeigen und Keywords und somit zu höheren Kosten. Dies führt uns zu einem weiteren Kardinalfehler, zu welchem wir Ihnen mit unserem Leitfaden wertvolle Tipps geben möchten, damit sie ihn gar nicht erst begehen.

Der rote Faden einer Google-Suche in Zusammenhang mit Werbeanzeigen gestaltet sich nach einem ganz einfachen Prinzip:

  • Mit welchem Suchbegriff sucht der Nutzer? (Auswahl der Keywords)
  • Welche Anzeige sieht er? (Erstellung der Anzeigentexte)
  • Und auf welche Landingpage gelangt er? (Auswahl geeigneter Landingpages)

Stellen Sie sich einmal vor, Sie suchen bei Google nach Sneaker für Herren in Größe 46 und sehen eine Anzeige für Business-Schnürer in Größe 46. Würden Sie auf diese klicken? Oder sagen wir, die Anzeige spannt den roten Faden zu Ihrer Suchanfrage, auf der Zielseite bekommen Sie aber Schuhe in allen möglichen Größen angeboten (das Keyword wurde also nicht vollständig auf der Zielseite verarbeitet). Würden Sie noch auf der Seite bleiben oder auf die Zielseite einer anderen Anzeige gehen, welche die Größe direkt in den Filter übernommen hat?

Aber nicht nur für den Nutzer und potenziellen Kunden ist es sehr wichtig, dass sich ein roter Faden durch Suchanfrage, Anzeige und Zielseite zieht. Auch Google berücksichtigt diesen Zusammenhang bei der Beurteilung der Qualität Ihrer Anzeige (Qualitätsfaktor).

Der rote Faden zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage ist äußerst wichtig für den Qualitätsfaktor Ihrer AdWords Anzeigen.Der rote Faden zwischen Keyword, Anzeige und Landingpage ist äußerst wichtig für den Qualitätsfaktor Ihrer AdWords Anzeigen.

 

Daraus folgt:

  • Ihre Anzeigengruppen sollten keine große Sammlung von Keywords beinhalten. Beschränken Sie sich auf eine gute Hand voll thematisch zusammenhängender Keywords zu den beworbenen Produkten / Dienstleistungen. Man spricht hierbei auch von Keyword-Clustering.
  • Dementsprechend wird es Ihnen deutlich leichter fallen, Anzeigentexte zu verfassen, welche einen unmittelbaren Zusammenhang zu den Keywords aufweisen. Achten Sie darauf, die Keywords in den Anzeigentexten sinnvoll unterzubringen, ohne Ihre Anzeige gekünstelt wirken zu lassen.
  • Auch auf der jeweiligen Landingpage sollte(n) Ihr(e) Keyword(s) unbedingt wiederzufinden sein (auch in den Überschriften H1 und H2).
  • Darüber hinaus sollte Ihre Landingpage den potenziellen Kunden auf Ihr Angebot aufmerksam machen. Der rote Faden spannt sich weiter, indem das auf der Zielseite beworbene Produkt bzw. die Dienstleistung den unmittelbaren Zusammenhang zur Suchanfrage (und ggf. zu den in der Anzeige gemachten Versprechungen) herstellt. In diesem Zusammenhang spielt auch das AIDA-Modell eine große Rolle. Darüber hinaus ist auch die Ladegeschwindigkeit Ihrer Landingpage ein sehr wichtiger Faktor, um den Sie sich kümmern sollten.
  • Der Online-Marketing Guru Neil Patel hat in seinem Blog einen sehr ausführlichen Artikel zu Landingpages verfasst, den Sie sich bei Zeiten und Gelegenheiten einmal durchlesen sollten. Es lohnt sich! Die ultimative Anleitung zur Erstellung von Landingpages mit hoher Konversionsrate
AdWords Anfängerfehler vermeiden. Tipp Nr. 10: Die Beachtung des roten Fadens zwischen Suchanfrage, Keyword, Anzeige und Landingpage ist ausschlaggebend für einen hohen Qualitätsfaktor und geringere Klickpreise. Jetzt weitersagen

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit dem zweiten Teil unseres Leitfadens erneut einige hilfreiche Tipps & Tricks zeigen konnten, um typische Anfängerfehler zu vermeiden, Ihre Kampagnen zu optimieren und Ihre Kosten zu senken. Wenn Ihnen unser Beitrag gefallen hat, würden wir uns wie immer sehr freuen, wenn Sie diesen teilen.



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